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Florian Taentzler:

Mentor für Networking, Berufspolitik, wissenschaftliche Entwicklungen

Florian Taentzler

Foto: ABDA

„Niemals aus einem negativen Ergebnis heraus eine Entscheidung treffen“

„Schicken Sie mir einfach eine E-Mail, wenn Sie nach den ersten Tagen in der Apotheke Rat benötigen. Ich erinnere mich noch genau an meine Anfangszeit als frischgebackener Apotheker in einer öffentlichen Apotheke.

Die ersten Gespräche mit den Patienten waren gar nicht so einfach. Der eine wollte gleich wieder schnell zum Bus und hatte keine Zeit. Die Frage, ob er noch weitere Medikamente einnähme, blieb mir fast im Halse stecken. Der nächste brummte, er schlucke nichts. Weil er eine Kundenkarte hatte, kam doch heraus, dass er Medikamente gegen Bluthochdruck einnahm.

Ein Gespräch mit dem Patienten anzufangen, bei dem er die wichtigsten Informationen für eine sichere Arzneimitteltherapie preisgibt, ist heute für mich kein Problem mehr. Die Beratung in der Apotheke ist sehr abwechslungsreich. Gerade bei älteren Patienten muss man sehr feinfühlig sein und viel Geduld haben. Gute Beratung ist vor allem bei den Senioren gefragt und besonders wichtig. Sie müssen häufig mehrere Medikamente einnehmen und haben Probleme bei der Handhabung. Das Risiko für das Auftreten von Wechselwirkung und unerwünschten Arzneimittelwirkungen ist hoch. Wir Apotheker können hier gute Hilfe leisten und auch über Anwendungshilfen sowie Dosiersysteme beraten. Ich freue mich auf Ihre E-Mail.“

Kontakt
Florian.Taentzler(at)web.de

Meine pharmazeutische Vita

  • Weiterbildung „Pharmazie in der Geriatrie“ und „Ernährung“
  • 2012 angestellter Filialleiter
  • 2012 bis 2013 Studium der BWL, Ausbildung zum Apothekenbetriebswirt
  • 2009 angestellter Apotheker
  • 2008 Krankenhausapotheker
  • 2007 Approbation als Apotheker
  • Pharmaziestudium an der Technischen Universität Braunschweig

Seine Filialapotheke

  • acht Mitarbeiter, davon drei Apotheker und vier Pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA)

 „Wer sich weiterbildet, hat einen zukunftssicheren Job“

So lange ist das Pharmaziestudium bei Florian Taentzler noch gar nicht her. Besonders interessierte ihn die Vielschichtigkeit. Pharmazie ist ein interdisziplinäres Studium.

Taentzler erinnert sich noch gut daran, dass er anfangs mit dem zeitintensiven Studium zu kämpfen hatte. Gerade in den Klausur- und Examensphasen dachte er schon mal kurz daran, aufzugeben. Doch er hielt durch, denn ein Tipp von einem Professor bestärkte ihn damals und beeinflusst ihn bis heute: „Niemals aus einem negativen Ergebnis heraus eine Entscheidung treffen!“

Taentzler rät Studierenden, sich schon frühzeitig um den Aufbau eines Netzwerks zu kümmern. „Als Berufsanfänger habe ich viele persönliche Kontakte geknüpft. Bis heute treffen wir uns regelmäßig. Ich berichte gern von meinen Erfahrungen.“ In seinem Netzwerk bekommt Taentzler Informationen über neue standespolitische und pharmazeutische Entwicklungen, außerdem hilft es beim Erfahrungsaustausch und fördert die kommunikative Kompetenz. „Es unterstützt auch schon einen Studierenden enorm.“ Für Taentzler ist es heute unverzichtbar.

Einblicke in aktuelle politische und wissenschaftliche Entwicklungen

Durch sein nebenberufliches standespolitisches Engagement kann er Studierenden zudem einen tiefen Einblick in aktuelle politische und wissenschaftliche Entwicklungen bieten.
Wer in einer öffentlichen Apotheke arbeiten möchte, sollte sich auch betriebswirtschaftlich fortbilden. Dieses Know-how hilft, wenn man später eine leitende Position bekleiden will.“

Taentzler ist gern Apotheker. Er ist sich sicher: Der Beruf ist, wenn man am Ball bleibt und sich weiterbildet, zukunftssicher und lohnenswert. Er verlangt sowohl wissenschaftliche als auch soziale Kompetenz für die Beratung der Patienten und die Leitung eines Teams und ebenso eine gute Portion Fingerspitzengefühl, Persönlichkeit und die Bereitschaft, für seine Patienten da zu sein.